11. Oktober 2026
Stadt hat Rasenfläche auf Friedhof vorbereitet

Nun sind auch auf dem Uffelner Friedhof Baumbeisetzungen möglich. Die Stadt hat mitten auf einer Rasenfläche einen neuen Baum gepflanzt, um den herum die Urnengräber angelegt werden.
Vor einiger Zeit wurde in der IVZ veröffentlicht, dass in Ibbenbüren nun an sieben Stellen Baumbeisetzungen möglich seien. Dass damit auch der Uffelner Friedhof gemeint war, war so in Uffeln nicht angekommen. Zwar fragte mancher sich, weshalb mitten auf der ehemaligen Einzelgrabfläche rechts direkt unterhalb des steinernen Friedhofskreuzes ein junger Baum angepflanzt worden ist, aber man brachte es nicht mit möglichen Baumbeisetzungen in Verbindung.
Ein Gespräch mit einem Bauhofmitarbeiter, der sich vor einigen Tagen auf dem Uffelner Friedhof aufhielt, brachte nun erste Klarheit. Vertieft durch ein folgendes Telefongespräch mit dem Friedhofsamt ergibt sich nun folgendes Bild:
Baumbeisetzungen sind nun ab sofort auch in Uffeln möglich. Bei diesen Beisetzungen handelt es sich um Urnenbeisetzungen. Die Urnen mit der Asche der Verstorbenen werden in Röhren eingelassen, die rund um einen Baum angeordnet sind. In Uffeln sind diese Röhren noch nicht gesetzt. Nach Auskunft des Friedhofamtes wird dies geschehen, wenn eine Nachfrage nach dieser Beisetzungsform entsteht. Diese kreisförmige Anordnung mit dem Baum im Zentrum kann je nach verfügbarem Platz aus mehreren Ringen bestehen. Der innere, erste Ring wird 15 Röhren enthalten. In Uffeln sind mehrere Ringe möglich.
Bei dieser Beisetzungsform ist keine Grabpflege erforderlich. Die verschlossene Grabröhre hat weder Grabstein noch Grabplatte und ist bündig mir der Grasnarbe. So kann sie beim Mähen im Rahmen der Friedhofpflege überfahren werden kann. Für das gesamte Urnenfeld wird eine Metallstele aufgestellt, in die Platten mit den Daten aller hier beigesetzen Verstorbenen einlassen sind. Daneben eine Steinplatte auf der ggf. Blumen für Verstorbene abgelegt werden können.
Ein Vorteil liegt also in der Pflegefreiheit. Darüber hinaus spart man gegenüber einem normalen Urnengrab auch die Kosten für die Grababdeckung.
Preislich gibt es gegenüber normalen Urnengräbern keinen Vorteil.
Als „Reihengrab“ -man kann die Grabröhre nicht auswählen- kostet das Grab 1013 €. Nach einer Liegezeit von 25 Jahren wird das Grab dann abgeräumt. Als „Wahlgrab“ -man kann die Röhre aussuchen- kostet die Grabröhre 1621 € und hat eine Liegezeit von 40 Jahren. Eine Verlängerung ist möglich. Auch ein „Doppelwahlgrab“ wird angeboten. Das kostet 3242 € und hat eine Liegezeit von 40 Jahren mit der Option der Verlängerung. Als Doppelgrab werden in einer Röhre zwei Urnen übereinander beigesetzt.