1. April 2026
Themen "Baumöglichkeiten" und "Jugendarbeit" wecken Interesse der Mitglieder
Der letzte Freitag im März ist traditionell der Termin für die alljährliche Mitgliederversammlung des Interessen-Vereins, zu dem der IVU-Vorstand Rechenschaft ablegt, über seine Arbeit im letzten Jahr berichtet und einen Ausblick auf seine Vorhaben im laufenden Jahr gibt.
Da mit einer „Satzungsänderung“ zu den Vereinsstrukturen, der „Jugendarbeit“ des IVU und „Bauen in Uffeln“ in diesem Jahr interessante Themen auf der Tagesordnung standen, fand die Versammlung guten Zuspruch. Weit über 30 Mitglieder konnte der 1. Vorsitzende Wilfried Kampmann am 27.3.26, um 19.00 Uhr, im Dorftreff begrüßen.
Nachdem das Protokoll der letztjährigen Verssammlung verlesen und genehmigt war, gab der 1. Vorsitzende seinen Rechenschaftsbericht für 2025 ab. Darin lenkte er den Blick zunächst auf die beiden großen Projekte, die im letzten Jahr realisiert wurden: Die neue Küche im Dorftreff/Pfarrheim ►siehe hier- und die Seitenverkleidung der Außenterrasse ►siehe hier- mit Gesamtkosten von knapp 20.000 € für beide Projekte. Daneben wies Kampmann auch kleineren die kleineren Projekte hin, von Insektenhotels bis zur Besen-Party und dem regelmäßigen Frühstück im Dorftreff.
Unter TOP 7 kam dann die Satzungsänderung an die Reihe. Sie ist die Konsequenz aus der Tatsache, dass trotz intensiver Suche niemand gefunden werden konnte, der Interesse an der Nachfolge des 1. Vorsitzenden hat. Angesprochene, Frauen wie Männer, lehnten ab; meistens unter Hinweis auf mangelnde Erfahrung und den fehlenden Einblick in die Tätigkeit sowie fehlende Zeit und die zu erwartende hohe Arbeitsbelastung.
Im erweiterten Vorstand wurde daher die Idee geboren, die Vorstandstätigkeit auf mehr Schultern zu verteilen und die Verantwortung einem Team zu übertragen, das gemeinsam und gleichberechtigt den geschäftsführenden Vorstand des Vereins bildet. Verbunden damit war die Hoffnung, leichter Personen für dieses Vorstandsteam gewinnen zu können.
Erfolgreich war die Suche nach Kandidaten oder Kandidatinnen für das Vorstandsteam aber auch nach dieser Anpassung nicht. Gleichwohl, so hatte der Vorstand beschlossen, soll zukünftig in dieser neuen Form im erweiterten Vorstand gearbeitet werden.
Die neuen Satzungsinhalte wurden von Wilfried Kampmann vorgestellt. Bei der Gelegenheit gibt es auch noch ein paar redaktionelle Anpassungen in der Satzung.
Kernstück ist aber die Änderung zu einem Vorstandsteam im geschäftsführenden Vorstand, sowie der Vergrößerung des erweiterten Vorstandes um zwei weitere Beisitzer, zukünftig also sechs.
Nach einer kurzen Pause, in der sich die anwesenden Mitglieder besprechen konnten, wurde die Satzungsänderung einstimmig angenommen.
Unter der Voraussetzung, dass die Satzungsänderung angenommen wird, hatte sich Wilfried Kampmann bereiterklärt, letztmalig für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen.
Die Übergangsvorschrift in der neuen Satzung sieht vor, dass auf der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr alle Vorstandspositionen neu gewählt werden müssen.
Die anschließenden Wahlen verliefen unspektakulär. Wilfried Kampmann als 1. Vorsitzender, Bernhard Plagemann als Kassenwart, Kai Radzautzki als 1. Beisitzer und Udo Bolsmann als 2. Beisitzer wurden jeweils einstimmig wiedergewählt.
Neue Kassenprüfer sind Dieter Lüttmann und Klaus Evers.
Beim TOP „Jugendarbeit“ konnte der IVU zwei Erfolge vermelden. Zukünftig wird Kira Roß als Beisitzerin für die Koordinierung und Organisation der Kinder- und Jugendarbeit des IVU zuständig sein. Kira ist als Kindergartenleiterin beruflich vom Fach. Als neue Leiterinnen und Betreuerinnen der Kinder- und Jugendgruppen konnten Michelle Athmer und Mia Hohnhorst gewonnen werden ►siehe hier-. Beide studieren Pädagogik und bleiben uns hoffentlich lange „erhalten“. Ein ganz besonderer Dank ging an Marion Helmer, die in der Übergangszeit die Kinder- und Jugendarbeit getragen hat.
Wilfried Kampmann zeigte sich in dem Zusammenhang sehr enttäuscht vom Engagement der Stadt Ibbenbüren. Der IVU erhält trotz mehrfache Anfragen von der Stadt weder finanzielle noch personelle Unterstützung. Unverständlich, dass die Stadt sich so zurückhält. Der IVU wird in dieser Sache nachmals nachdrücklich an die Stadt herantreten, denn die Aufwandsentschädigungen für die Gruppenleitungen sind dauerhaft nicht allein vom IVU zu tragen.
Besondere Aufmerksamkeit fand der TOP „Bauen in Uffeln“. Ein Dauerbrenner, der den IVU schon seit Jahren beschäftigt. Sieht der IVU doch in der geringen Einwohnerzahl einen der Hauptgründe für die „verhaltene“ Dorfentwicklung in Uffeln. Zu viele junge Uffelner und Uffelnerinnen müssen Uffeln verlassen, da keine Baumöglichkeiten verfügbar sind.
Neue Hoffnung macht nun der sogenannte Bau-Turbo der Bundesregierung, der das Bauen vereinfachen und beschleunigen soll.
Wilfried Kampmann und Dennis Menger erläuterten den Bau-Turbo und die sich daraus möglicherweise für Uffeln ergebenden Chancen. Da der Bau-Turbo nur im Bereich von Bebauungsplänen und in sog. Innenbereichen gem. § 34 BauGB anwendbar ist, reduzieren sich die Möglichkeiten in Uffeln auf die Tegelmann-Siedlung. Hier könnten die Regeln des Bau-Turbos angewandt werden, allerdings nur, wenn auch die sonstigen immissionsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, also die Grenzwerte der Geruchsbelastung und der notwendige Abstand zu den Chemiebetrieben eingehalten werden.
Dies wird er Interessen-Verein nur vorrangig abklären.
Wer Fragen zum Bau-Turbo hat, kann sich dazu gerne an den IVU-Vorstand wenden.
Unter „Verschiedenes“ war auch noch das Kalkofenfest Thema. Unter Corona hatte sich der normale 5-Jahres-Rhythmus geändert. Da das letzte Fest 2022 gefeiert wurde, wäre im nächsten Jahr wieder ein Fest fällig. Wegen des großen Aufwandes müsste bereits in 2026 mit den Vorbereitungen angefangen werden. Schon beim letzten Fest war der Zuspruch geringer als erwartet, und ein kleiner Überschuss konnte nur erwirtschaftet werden, da das "Heimatministerium NRW" einen Förderzuschuss gegeben hatte. Dies veranlasste den Vorsitzenden zur Frage an die Anwesenden, ob denn überhaupt noch ein Kalkofenfest gewünscht werde.
Die Reaktion war recht verhalten. Niemand sprach sich dafür aus. Friedhelm Unnerstall machte den Vorschlag, doch statt des Kalkofenfestes ein Dorffest für Uffeln rund um den Dorftreff zu machen, ähnlich dem Fest zum 175-jährigen Jubiläum des Fastnacht. Hier wurde eine gewisse Zustimmung der Anwesenden erkennbar. So geht die Tendenz nun wohl dahin, das Kalkofenfest im Jahr 2027 ausfallen zu lassen.
Da der Interessen-Verein im Dezember 2026 25 Jahre alt wird, könnte man überlegen, dies zum Anlass für ein Dorffest zu nehmen.
Als größeres Projekt will der IVU im laufenden Jahr den Dachüberstand am Pfarrheim/Dorftreff reparieren. Schon seit Jahren ist dies überfällig, nachdem die Holzverkleidung an einigen Stellen durch eindringendes Wasser morsch und brüchig geworden ist. Bei der Gelegenheit soll dann auch die Außenbeleuchtung samt Bewegungsmelder bedarfsgerecht erneuert werden.
Die Pfarrgemeinde hat dafür einen festen Zuschuss von 1.500 € zugesagt.
Zum Abschluss gab der Vorsitzende Wilfried Kampmann dem anwesenden IVZ-Mitarbeiter noch die Bitte mit auf den Weg, doch wieder über den Fußball in der Kreisliga B zu berichten. Das fehle den Uffelner Fußballfreunden doch sehr. Der Reporter sagte zu, dies an die Leitung des Medienhauses weiterzuleiten.
Kurz nach 21.00Uhr war die Versammlung dann beendet. Wer wollte, konnte so noch die 2. Halbzeit Schweiz - Deutschland anschauen.